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"Szálkahalom" - Salzpußtalandschaften

Zu erreichen: (aus Richtung Budapest über die Autbahn M3) auf der Hauptverkehrsstraße 33 am Kilometerstein 79, es gibt einen freien Parkplatz

Mit der Eintrittskarte bekommt man zusätzlich eine detailreiche Broschüre (mit Kartenausschnitten) mit vielen allgemeinen und auch spezielleren Informationen zu Vogelbeobachtungsplätzen und der Zonenregelung.

Entlang des Lehrpfades von Szálkahalom können Sie die wichtigsten Pflanzengesellschaften und Pflanzenarten, Säugetiere, Vögel, Weichtiere sowie alteingesessene Haustierarten beobachten, die auf den Pusztagebieten des Nationalparks Hortobágy vertreten sind.

Den Namen Szálkahalom (dt. etwa: Dornenhügel) hat dieses Gebiet durch einen Kurganenhügel erhalten, der vor etwa 3-4 Tausend Jahren von nomadisierenden Pusztavölkern hier errichtet und ursprünglich als Kult- und Bestattungsstätte bzw. später als Aussichtspunkt genutzt wurde. Mitten über diesen Hügel verläuft der einstige Rain zwischen den Gemarkungen von Debrecen und Balmazújváros. Da es seinetwegen oft zu Streitigkeiten kam, und er somit beiden Orten ein Dorn im Auge war, erhielt er den Namen Dornenhügel.

Pflanzenwelt

Beidseitig des Lehrpfades stösst man auf alle für die Salzbodenlandschaften der Hortobágy so charakteristischen Pflanzengesellschaften. Überreste des sog. Lösssteppengras sind auf dem Szálkahalom, auf dem einstigen Debrecener Feldrain, beziehungsweise auf den Lössrücken anzutreffen, welche sich zwischen die durch Urströme entstandenen Salzsteppen gekeilt haben. Unter der reichen Pflanzenwelt stechen das geschützte Knollenbrandkraut, der pannonische Salbei, das Federgras Stipa capillata, die Kammquecke und die Wiesenraute Talictrum minus hervor.

Mit abnehmendem Humusgehalt des Bodens tritt an die Stelle der Lösspusztasteppe die Salzpuszta. Hier dominieren die feinblättrige Schafgarbe und der Falsche Schafschwingel in der Pflanzengesellschaft.

Auf den qualitativ minderwertigen Salzböden bildet sich der Schwingel-Trockenrasen mit Feld-Beifuß heraus, auf der der Falsche Schafschwingel und der Feld-Beifuß eine Gesellschaft bilden.

Je nach Wasserstand und Feuchtigkeitsgehalt des Bodens bilden sich auf den kahlen Salzbodenflächen zwei wichtige Pflanzengesellschaften heraus, und zwar auf den feuchteren Salzböden einen Salzschwadenrasen und auf den trockeneren eine Kahlflächenvegetation mit Kampferkraut.

In der Nachbarschaft der beiden obigen Gesellschaften findet sich die vorwiegend auf den feuchten Salzgründen entstehende Pholioru-Plantaginetum, bei der der Sumpfdreizack und der feinblättrige Wegerich die hauptsächlichen Arten darstellen.

Der am tiefsten gelegene Punkt der Puszta ist der ständig Wasser führende Salzsumpf Fecske-rét. Von den Sümpfen mit offenen Wasserflächen ausgehend trifft man zuerst auf Schilfe und Rohrkolben und dann auf Salzsumpfgesellschaften (Schilf und Binsen). Auf den weniger guten Böden sind die Salzwiesen mit Raupenähren und auf den besseren sind Salzwiesen mit Knickfuchsschwanz anzutreffen.

Tierwelt

Der Ziesel ist das am häufigsten vertretene Säugetier auf den Lössrücken und somit für die meisten Raubvögel, wie zum Beispiel den Würgfalken, den Kaiseradler und den Adlerbussard, eine willkommene Beute. Doch auch für den geschützten Steppeniltis stellt der Ziesel die nahezu ausschließliche Nahrung dar.

Der auf dem sich neben dem Hügel erstreckenden Lössrücken angepflanzte Waldstreifen bietet nicht nur den Saatkrähenkolonien, sondern auch den in den verlassenen Nestern brütenden Rotfußfalken und Waldohreulen eine Heimstatt.

An den Ufern der Sümpfe und Sumpfwiesen nisten der Kiebitz, der Rotschenkel, die Uferschnepfe und auf den Bülten das Tüpfelsumpfhuhn und die Bekassine. Zu der am häufigsten vertretenen Singvogelart, die auf den Salzssteppen der Hortobágy brütet, gehört die Feldlerche.

Während der Migrationszeit im Herbst ziehen Kraniche, Wildgänse und Enten über die Hortobágy hinweg, so dass diese Vögel im Verlauf des Monats Oktober in der Umgebung des Lehrpfades und vor allem in der Nähe des Sumpfes Fecske-rét zu Tausenden beobachtet werden können. Zum Bild der winterlichen Puszta zählen Schwärme von Schneeammern, Sporammern und Berghänflingen sowie die in luftigen Höhen kreisenden Seeadler.

Haustiere: Beim Begehen des Lehrpfades trifft man auf fast alle in der Hortobágy von jeher heimischen Haustiere. Die Weidewirtschaft ist die wichtigste Methode zur Erhaltung der Salzsteppen. Deshalb erfüllen die hier anzutreffenden Pferde-, Graurind- und Büffelherden bzw. die Schafherden nicht allein von der Arterhaltung her, sondern auch vom Naturschutz her eine ausserordentlich wichtige Rolle.